Eine Woche vorbei mit krassen Ergebnissen

Was passiert, wenn man Schüler und Schülerinnen einer achten Klasse, vier Kunststudenten und vier Medienpädagogen eine Woche alleine lässt und ihnen einfach eine Kamera, zum Videos machen, und ein Tonangel, zum Aufnehmen von Stimmen, Geräuschen und Tönen, gibt? 

Erstens sie lernen, dass fast alle Sendungen im Fernsehen gespielt sind, auch wenn sie wie echt ausehen. Wie Mitten im Leben. Oder Gerichtshows. Oder Familientausch. Oder …

Und zweitens :

Ihr werdet es nicht glauben, aber es kommen einfach wunderschöne und verschiedene Filme dabei raus. Und auf jeden Fall Dokumentarfilme mit viel Humor. Das muss ja auch sein. Wir haben fünf Filme in fünf Tagen gedreht. Das ist bestimmt ein Rekord.

Ein Film über die Frau Özyilmaz, die in der Schulcafeteria arbeitet und manchmal laut wird, wenn viel los ist. Denn sie ist überfordert und viele Kinder machen Scherze mit ihr. Wir haben aber im Film gezeigt, dass Frau Özyilmaz seit 16! Jahren freiwillig dort arbeitet, ohne ein Cent zu bekommen, da waren viele geschockt, denn sie wussten es nicht, und ich denke jetzt haben sie mehr Nachsicht mit ihr.

Das ist halt die Aufgabe der Dokumentarfilme. Vorurteile abbauen und die Welt und alle Menschen, die man vielleicht im ersten Moment nicht mag, uns allen näher zu bringen. Im Grunde machen Dokumentarfilme die Welt besser.

Dann hatten wir einen lustigen Film über die Geheimgänge des Gymnasiums. Beim Anschauen wurde viel gelacht.

Ein Dokumentarfilm zeigte die Nachbarschaft von vier Schüler/innen. Wie sonst könnte man sehen, wie die Mitschüler/innen wohnen, wenn nicht durch Dokumentarfilme?  Es war so als ob wir alle einzeln besucht hätten.

Ein anderer Dokumentarfilm beschäftigte sich mit den anderen Nachbarn, nämlich den Tischnachbarn in der Klasse. Es war interessant zu sehen, wie dadurch Freundschaften entstehen können.

Und der letzte Film zeigte uns, wie man mit Schnitt einen Film anders erzählen kann.

Das waren so die fünf Filme.

Es war wirklich sehr lehrreich und vor allem sehr spannend und lustig.

Über Mehmet Akif

Mehmet wurde 1987 in Bad Hersfeld geboren, doch wuchs in Hagen ( Ruhrgebiet ) auf. Er brach nach der elften Klasse das Gymnasium ab und wechselte anschließend nach einem halben Jahr auf einen Kolleg und machte doch im zweiten Bildungsweg sein Abitur. Dort wurde er wegen seinen literarischen Texten auf die Deutsche Schüler Akademie geschickt und gewann mit seinem Kurzfilm "Wie ich lernte Skifahren zu hassen" den ersten Preis in der Hagener Filmfestival. Durch diese Erfahrungen entschied er Autorenfilmer zu werden. Seit Oktober 2009 studiert er an der Kunsthochschule für Medien in Köln „Mediale Kunst“ mit dem Schwerpunkt auf Film und Literatur und ist seit 2011 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.
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4 Antworten auf
Eine Woche vorbei mit krassen Ergebnissen

  1. Erhard sagt:

    Ich bin gerade eben durch Zufall auf die Seite gekommen. Gefaellt mir bis jetzt gut.

  2. Da ich grosser Facebook Freak bin, meine Frage: Gibt es eine Facebook Seite?

  3. Break Out sagt:

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